Haftung des Erben

Mit dem Tod des Verstorbenen gehen dessen Schulden nicht unter, sondern vielmehr auf Sie als Erbe über. Dieser haftet für sog. Nachlassverbindlichkeiten auch mit seinem Eigenvermögen.
Nachlassverbindlichkeiten sind beispielsweise bereits bestehende Schulden des Erblassers, Beerdigungskosten, Pflichtteilsansprüche und Kosten der Testamentseröffnung.
Erben können ihre Haftung mit ihrem Eigenvermögen jedoch unter bestimmen Voraussetzungen auf das beschränken, was sie durch die Erbschaft erlangen. Vom Nachlass bleibt hierbei unter Umständen zwar nichts mehr übrig, die Erben müssen jedoch nicht zusätzlich aus Ihrem Eigenvermögen Zahlungen leisten.

Ich berate Sie, unter welchen Voraussetzungen Sie als Erbe Ihre Haftung für Nachlassverbindlichkeiten auf den Nachlass beschränken können. So können Sie Ihr Eigenvermögen vor Nachlassgläubigern schützen, ohne die Erbschaft ausschlagen zu müssen.

Durch eine Ausschlagung hingegen verlieren Sie Ihr Erbrecht und in der Regel auch Ihr Pflichtteilsrecht und erhalten nichts.
Vor einer Ausschlagung sollten Sie daher immer überprüfen, wie sich der Nachlasswert konkret zusammensetzt. Dies ist oftmals in der kurzen Ausschlagungsfrist von 6 Wochen nicht umfassend möglich.
Daher sollten Sie nicht unüberlegt eine Erbschaft ausschlagen.
Im Falle von Schulden des Verstorbenen oder Zahlungsverbindlichkeiten aufgrund des Erbfalles gibt es neben der Ausschlagung auch andere Möglichkeiten Ihr Privatvermögen zu schützen.

Hierzu berate ich Sie gerne.